Angesichts der Tatsache, daß in privaten Haushalten rund 76 Prozent des gesamten Energieverbrauchs für die Erzeugung einer angenehmen Raumwärme aufgewendet werden, sollte man über die richtige Dämmung ruhig etwas länger nachdenken. Denn immer noch gibt es zahlreiche Altbauten, die nicht oder nur völlig unzureichend gedämmt sind. Aber auch jüngere Gebäude mit Schäden an der Fassade weisen oft keine ausreichende Dämmung mehr auf. An dieser Stelle sollen die gängigen Dämmstoffe mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt werden, über die richtige Konstruktion von Dachdämmung, die Fassadendämmung und die Innendämmung erfahren Sie an anderer Stelle mehr.
Die Dämmung der Häuser gegen Kälte ist eigentlich schon seit mehreren Jahrhunderten bekannt. Schon früh lagerten die Bauern ihren Heu- und Strohvorrat auf dem Dachboden - und hatten so während der kalten Jahreszeit eine wirksame Wärmedämmung. Später wurden auch größere Gebäude mit einer Dämmung versehen. Allerdings wurden die ersten Dämmstoffe (z. B. Stroh, Reet, Holzwolle, Flachs oder Seegras) in erster Linie zwischen den Deckenbalken eingesetzt - aber praktisch nie an den Außenwänden.
Der Bedarf an Dämmstofen stieg mit der zunehmenden Popularität der Leichtbauten. Schon 1905 wurde ein Verfahren patentiert, das Kork in gut zu verarbeitende Dämmblöcke verwandelte. Aber erst nach dem zweiten Weltkrieg sorgte die Erfindung von Schaumkunststoffen und der Mineralwolle für den Durchbruch der modernen Gebäudedämmung.