Sehr geehrte Frau Nachbarin,
sehr geehrter Herr Nachbar,
das Zusammenleben in einer Ehe (eheähnlichen Gemeinschaft) ist, das weiß fast jedermann aus eigener Erfahrung, sicherlich nicht immer einfach. Viele Dinge führen zu Stress und häufig sind es die berühmten Kleinigkeiten, die - im ungünstigsten Augenblick geschehen - die Emotionen hochschlagen lassen.
Jeder hat deshalb dafür Verständnis, wenn es einmal hoch hergeht, laute Worte fallen oder Porzellan zerdeppert wird. Fast möchte man das Bibelwort ummünzen: "Wer von Euch ohne Fehl und Tadel ist, der werfe den ersten Teller!"
Doch bei allem Verständnis: In der letzten Zeit wurde es denn doch etwas zuviel der Streitigkeiten, jedenfalls hat uns die Lautstärke und die Intensität der Streitereien erschreckt und gestört. Mit "uns" meine ich nicht nur mich und meine Familie, sondern auch andere Nachbarn. In zwei Fällen sind unsere Kinder erschreckt aufgewacht. Das muß ja nicht sein, da geben Sie uns sicher recht.
Bitte versuchen Sie, Ihre Zwistigkeiten weniger lautstark auszutragen oder andere Konsequenzen aus einem Zusammenleben zu ziehen, das - wie wir ja nun oft genug wohl oder übel mitbekommen haben - offenbar nicht mehr so richtig funktioniert.