die Intensität, mit der Sie die verschiedensten Heimwerker-Geräte in Gang setzen, läßt den Schluß zu, dass Sie sich vom Hobby-Handwerker zu einem Profi entwickeln wollen, wobei ich nicht beurteilen kann und will, ob Sie das Stadium der Professionalität vielleicht nicht gar schon erreicht haben.
Gern will ich annehmen, dass Sie bei Ihrem Bohren, Klopfen und Sägen große Befriedigung empfinden. Es wäre jedoch ein Trugschluß anzunehmen, dass ich und die anderen Nachbarn dieselben Empfindungen hegen, wenn wir wieder einmal in den Mittags- und Abendstunden Anteil an Ihrer handwerklichen Lärmerzeugung nehmen müssen.
Es gibt zwei Wege, das Problem aus der Welt zu schaffen. Erstens könnte man vor Gericht ziehen, was die schlechteste, aber in hartnäckigen Fällen manchmal die wirkungsvollste Möglichkeit ist. Zweitens könnte die Nachbarschaft eine Sammlung für notleidende Heimwerker veranstalten, aus deren Erlös wir Ihnen neue, geräuschgedämpfte Maschinen und Dämmaterial zum Ausbau eines schallisolierten Arbeitsraums beschaffen würden.
Ich nehme an, dass Ihnen die zweite Möglichkeit gefallen wird und bitte Sie, beim Ordnungsamt eine amtliche Sammelerlaubnis zugunsten lärmerzeugender Heimwerker zu besorgen und mir diese vozulegen. Wir sammeln dann.
Sollten Sie von sich aus eine dritte Möglichkeit sehen, auf die Nachbarschaft etwas mehr Rücksicht zu nehmen, würden wir Sie zum Heimwerker des Monats ausrufen.