Eine Wand aus Glassteinen errichten

Mit freundlicher Unterstützung von Solaris Glasstein


So funktioniert eine Glassteinwand
Die Maße einer Glassteinwand
So wird der Rundstahl verwendet
So wird eine Glassteinwand angeschlossen
So verlegen Sie die Glassteine richtig

Ob als lichtdurchflutete Raumtrennung, als komplette Duschecke oder als Fliesenersatz: Glassteine eröffnen nahezu in jedem Bereich des Bauens ungeahnte Möglichkeiten, weil sie lichtdurchlässig und pflegeleicht sind. Sowohl in der Küche und im Bad, als auch im Wohn- und Arbeitsbereich kommen die Steine zur Anwendung. Auch im Außenbereich sind Glassteine eine willkommene Gestaltungsalternative zu herkömmlichen Baustoffen - vor allem deshalb, weil es sie in vielen Farbvarianten gibt.

So funktioniert eine Glassteinwand

Glassteine dürfen außer ihrem Eigengewicht keine weiteren lotrechten Lasten aufnehmen. Damit die Glassteinwand nicht unter ihrer Last zusammenbricht, müssen in die Fugen Rundstähle eingelegt werden, die das Gewicht der Wand aufnehmen und in die Unterkonstruktion ableiten. Es muß zuvor allerdings überprüft werden, ob die Unterkonstruktion dazu auch in der Lage ist. Gleit- und Dehnungsfugen helfen, Zwängungen zu vermeiden. Die Gleitfugen bestehen aus unbesandeter Pappe und die Dehnungsfugen aus Hartschaumstoff. Im Außenbereich für Terrassenwände können frostsichere Streifenfundamente notwendig sein.





Die Maße einer Glassteinwand

 

Der einzelne Glasstein sollte immer in seiner ganzen Fläche zu sehen sein und nicht durch Halte- oder Konstruktionselemente überschnitten werden. Toleranzen werden mit den seitlichen Seitenstreifen, dem Sockel und dem oberen Seitenstreifen ausgeglichen.




a = Fuge
b = Glasstein
c = Randstreifen + Gleitfuge + Dehnungsfuge
d = Randstreifen + Gleitfuge + Mörtelbett
n1 = Anzahl der Fugen (a)
n2 = Anzahl der Glassteine (b)

A = n2 x b + n1 x a
B = A + 2c
H = A + c + d





So wird der Rundstahl verwendet

Laut DIN genügt für Glassteinflächen bis 2,25 m² eine sogenannte konstruktive Bewehrung, das heißt eigentlich wäre theoretisch kein Rundstahl nötig, damit die Wand stehen bleibt. Um alle Eventualitäten abzudecken, wird dennoch eine Bewehrung vorgesehen: In den Sockel und in die seitlichen und oberen Randstreifen werden je zwei Rundstähle mit einem Durchmesser von sechs Millimetern eingelegt. In jeder waagerechten Fuge - wechselnd innen und außen - und in jeder dritten senkrechten Fuge, auch wieder wechselnd, wird jeweils ein Rundstab eingelegt. Damit der Rundstahl nicht rostet und im Verbund mit dem Mörtel seine Tragwirkung voll entfalten kann, muß eine bestimmte Betondeckung eingehalten werden. Im Freien beträgt die Mörteldeckung mindestens 20 Millimeter, im Gebäudeinnern reichen 15 Millimeter Deckung aus. Der Abstand zu den Glassteinen muß mindestens 5 Millimeter betragen.





So wird eine Glassteinwand angeschlossen

Halt und Führung bekommt die Glassteinwand durch Halteprofile oder das Mauerwerk. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Stumpf in der Wandöffnung

Mit Innen- oder Außenanschlag

   

Mit Innen- oder Außenanschlag

In einem Mauerwerksschlitz



Die Halteprofile für die Glassteinwand müssen sicher befestigt werden. Der Abstand zwischen den Bohrlöchern darf maximal 50 Zentimeter betragen. Als Halteprofile kommen zum Einsatz:

Alu-U-Profil             90 x 50 x 3
Alu-Winkel-Profile   50 x 50 x 3





So verlegen Sie die Glassteine richtig

Profile innen mit einem Gleitlager (dünne Folie) auskleiden, anschließend einen Dehnstreifen (Styropor mindestens 10 mm) zur Wand- und Deckenseite einlegen.


Nun wird der Sockel erstellt. Der Sockel sollte eine Höhe von 8 bis 10 Zentimeter haben und aus Zementmörtel oder Glassteinfertigmörtel bestehen. Zunächst wird als Gleitlager eine doppelte Lage Baufolie ausgelegt. In eine Schalung wird der Mörtel gegeben und zwei Bewehrungseisen eingelegt. Auch die Bewehrungseisen für die seitlichen Randstreifen dürfen nicht vergessen werden.

Die ersten Glassteine werden in das Mörtelbett gesetzt und an einer Richtschnur ausgerichtet.


Ist die erste Reihe fertiggestellt, müssen waagerecht und senkrecht weitere Bewehrungseisen eingelegt werden. Die Verlegung erfolgt, wie bereits oben beschrieben: Waagerecht wird in jeder Fuge, senkrecht in jeder dritten Fuge ein Stab eingelegt. Beachten Sie dabei die Mindestmaße für die Mörtelüberdeckung. Die Bewehrungseisen führen über die gesamte Breite bzw. Höhe der Glassteinmauer bis in die Halteprofile hinein (nicht an die Profile anstoßen lassen, Mindestüberdeckung!)

Die Fugen und die seitlichen Randstreifen werden Reihe für Reihe mit Mörtel verfüllt und verdichtet. Verlegekreuze als Abstandhalter für 10 mm Fugen gewährleisten ein gleichmäßiges Fugenbild.


Den Abschluß bildet der obere Randstreifen. Dieser ist mit zwei Bewehrungsstäben zu versehen.

Das fertig erstelle Glassteinmauerwerk nach ausreichender Standzeit (eins bis zwei Tage) mit Fugenbreit verfugen.





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