 | | Damit die Tapete gerade an die Wand kommt, sollten Sie vor dem Einkleistern die Senkrechte an der Wand markieren. Vorsicht bei der Wahl des Stifts: Ist er zu dünn, sieht man den Strich nach dem Einkleistern nicht mehr. Ist er zu dick, sieht man ihn durch die Tapete durch. |
 | Die erste zu tapezierende Bahn wird an der Decke mit etwas Überstand angesetzt und entlang der markierten Senkrechten bis zum Boden Stück für Stück abgerollt. Die Rollen von Vliestapeten sind extra leicht, so dass das Halten mit einer Hand gut möglich ist. |
 | Mit einer Moosgummirolle wird die Tapete blasen- und faltenfrei von der Mitte aus zu den Seiten angerollt. Alternativ kann man eine Tapetenbürste verwenden. |
 | Den Überstand an der Decke drückt man mit einem Kunststoffspachtel an und schneidet ihn mit einem Cuttermesser sauber ab. Das geht sehr gut, denn Vliestapeten sind sehr fest und bleiben es auch nach dem Einkleistern. |
 | Am Boden verwendet man am besten ein Schneidlineal oder eine Schneidkante. Das Lineal wird auf dem Boden aufgesetzt, die Tapete darüber gelegt und mit dem Cutter am Lineal entlang gerade abgeschnitten. |
 | Vliestapeten werden nicht überlappend, sondern Naht an Naht geklebt. Eigentlich bräuchte man daher nicht vom Licht weg zu tapezieren. Bei gemusterten Tapeten sollte man dennoch am Fenster beginnen und nach beiden Seiten fortfahren, damit hier das Muster stimmt. |
 | Kanten und Nähte sollten mit einem Nahtroller nachgeradelt werden. Bei Vliestapeten mit Prägung oder anderen empfindlichen Oberflächen greift man allerdings besser zur Moosgummirolle. |

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Ecken tapezieren |
 | Kommt man in der Ecke an, ist die letzte Bahn garantiert zu breit. Nur bei absolut senkrechten Innenkanten kann die Tapete mit dem Cuttermesser exakt beschnitten werden. Ansonsten müssen Innen- und Außenecken mindestens 5 cm umklebt werden. Die folgende Bahn muß ausgelotet und überlappend angesetzt werden. |
 | Nun durchschneidet man mit Cuttermesser und Kantenschnittlineal die überlappenden Bahnen in der Mitte von oben nach unten. Anschließend können die Überstände sauber entfernt werden. Die Schnittkanten lassen jetzt bündig auf Stoß legen. Der Nahtbereich muß mit Bürste oder Gummiroller gut angedrückt werden. |

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Fenster, Türen und Heizungen tapezieren |
 | Beim Fenster beginnt man an einer Seite mit einer ausgeloteten Bahn. Diese wird so an die Wand und über das Fenster hinaus geklebt, dass die überstehende Breite die seitliche Laibung, inklusive etwas Zugabe, abdeckt. Oben und unten schneidet man ein, klappt das Stück in die Fensternische ein und beschneidet es sauber. |
 | Damit über dem Fenster in vollen Bahnen weitergeklebt werden kann, schneidet man den Überstand zwischen Wand und Deckenanschluss ab. |
 | Über dem Fenster wird so viel Tapete nach unten überstehen gelassen, dass sie für die obere Fensternische reicht. Das Stück für die zweite seitliche Laibung schneidet man separat zu und passt es ein. |
 | Auch bei Türen beginnt man von einer Seite aus. Am Türrahmen werden 2-3 cm zugegeben und der Überstand mit dem Cuttermesser abgeschnitten. Über der Tür wird in vollen Bahnen mit 2-3 cm Überstand geklebt. Die überstehende Vliestapete wird wieder abgeschnitten. |
 | Die Vliestapete sollte nicht hinter, sondern um den Heizkörper herum geklebt werden. |

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Dachschrägen tapezieren |
 | Ist der Übergang von der Dachschräge zur Wand eine einheitliche Linie, wird die oben angesetzt Bahn dort abgetrennt und der untere Teil auf Stoß neu angesetzt. So kann sich die Bahn nicht hohl ziehen und Falten werfen. Ist die Linie schief, wird erst das Unterteil mit einer Zugabe von etwa 5 cm geklebt und anschließend das Oberteil darüber gesetzt. |
 | Wie beim tapezieren der Ecken kann man nun durch das durchschneiden der überlappenden Bahnen ein bündige Schnittkante herstellen. Der Nahtbereich muß wieder gut angerollt werden. |

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Decken tapezieren |
 | Auch bei der Decke muß alles in geraden Bahnen verlaufen. Parallel zur Wand werden daher zwei Punkte im Abstand von etwa 50 cm markiert. Mit Hilfe einer Schnur oder einer langen Latte zeichnet man anschließend die Ansatzlinie für die erste Vliestapetenbahn ein. |
 | Mit einer Arbeitsbühne geht das Tapezieren so einfach wie an der Wand. Ohne Arbeitsbühne kann das Rolltapezieren unter der Decke etwas kompliziert werden. Am besten arbeitet man zu zweit und schneidet die Bahnen auf die nötige Länge. Der eine klettert auf die Leiter und setzt die Bahn auf die eingekleisterte Decke, der andere hält die Restbahn mit einem Besen hoch. |
 | Der Überstand wird mit einem Kunststoffspachtel zwischen Decke und Wand gedrückt und mit dem Cuttermesser abgeschnitten. |

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Vliestapete anstreichen |
 | Vliestapete kann ohne Probleme angestrichen werden, der Kleister sollte allerdings trocken sein. Für den Deckenanstrich eignet sich eine wischfeste Dispersionsfarbe, für die Wände eine scheuerfeste Farbe wie beispielsweise eine Latexfarbe. |