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mit freundlicher Unterstützung von Alpina Farben
Lang und auch häufig zu schmal bemessene Balkone lassen sich meist schlecht
nutzen. Für Möbel ist hier zu wenig Platz, und der "Schlauch" ist darüber
hinaus unansehnlich. Ein Balkon-Raumteiler, der einen klappbaren Tisch sowie
ein Schrankfach mit viel Platz zum Unterbringen von Blumentöpfen, Gießkannen
und ähnlichem beinhaltet, schafft hier Abhilfe. Die hier vorgestellte
Selbstbau-Idee besitzt zusätzlich noch bewegliche Lamellen, die als Sicht- und
Windschutz fungieren.
Das praktische Balkon-Möbel kann man sich ohne große Mühe mit geringem
Materialaufwand und den üblichen Werkzeugen selbst bauen.
Als erstes wird dazu der untere Schrank angefertigt, dessen rechte Vorderseite
zusätzlich noch als Tisch genutzt werden kann, auf dem sich Getränke abstellen
oder Blume umtopfen lassen. Der Schrank kann recht einfach hergestellt werden:
Rechts und links an den Boden (101,8 x 34 cm) werden die beiden 65,4 x 35,6 cm
großen Seitenteile angesetzt. Das Möbel steht ausschließlich im Freien, weswegen
wasserfester Uhu coll Weißleim eingesetzt werden sollte. Es ist ratsam, alle
Verbindungen zusätzlich noch zu schrauben. Ein Bohrschrauber - von AEG
beispielsweise - erleichtert diese Arbeit.
Damit keine Schraubenköpfe sichtbar bleiben, werden sie versenkt und später -
nach dem Zusammenbau - wasserfest verspachtelt. Die 105 x 67 cm große Rückwand
lässt sich jetzt von hinten ansetzen. Alle Kanten liegen oben plan an, da hier
die 105 x 35,6 cm große, wasserfeste Spanophen V 100-Platte von Honitex aufliegt.
Um das Schrankfach von dem ausklappbaren Tisch trennen zu können, wird eine
63,8 x 34 cm große senkrechte Trennwand eingebaut, die sich durch die Rückwand
und den Boden hindurch mit wasserfestem Uhu coll - -Leim und Holzschrauben fixieren
lässt. Der Fachboden (50,1 x 30 cm) wird nun ebenfalls in beliebiger Höhe eingesetzt
und rechts durch die Trennwand sowie links durch die Außenseite hindurch verschraubt.
Sollen hier später auch schwerere Gegenstände untergebracht werden, ist es ratsam,
zur Sicherheit einige Schrauben durch die Rückwand hindurch einzudrehen.
Bevor mit der Tischplattenkonstruktion begonnen werden kann, sollen alle Schnittkanten
mit wasserfestem Kunstharz-Spachtel verschlossen werden, damit keine Feuchtigkeit ins
Holz eindringen kann. Ist die Spachtelmasse trocken, kann man sie mit einem
AEG-Schwingschleifer glätten. Auf diese Art und Weise lassen sich auch die unschönen
Schraubenköpfe verdecken.
Für die zwei ausschwenkbaren Stützen, die der Tischplatte Halt geben, werden
zwei 30 x 40 cm große Holzplatten, der Konstruktionszeichnung entsprechend,
zugeschnitten. Mit der AEG-Stichsäge, die mit einem Spanreißschutz ausgestattet
ist, lassen sich die Zuschnitte exakt ausarbeiten. Auch hier werden die Sägekanten
verspachtelt und verschliffen. Die Stützen lassen sich an 30 cm langen Klavierbändern
anschlagen. Wichtig ist, dass diese so weit von den Vorderkanten des Schrankes
entfernt angeschraubt werden, dass die eingeklappten Stützen sowie die Tischplatte
plan schließen. Bei der Verschraubung sollten mindestens 30 mm-Schrauben verwendet
werden, da hier ein relativ hohes Gewicht anliegt, wenn die Tischplatte herausgeklappt
wird.
Die Tischplatte selbst - 65,1 x 50,7 cm groß - kann mit einem 50,7 cm langen
Klavierband an der Deckplatte des Schrankes angeschraubt werden. Die gleiche Größe wie
die Arbeitsflächen des Tisches hat auch die Tür auf der linken Seite des Schrankes. Sie
wird mit Topfscharnieren an der Außenwand befestigt.
Die drei Füße, die den Schrank an der Vorderseite abstützen, kann man aus 70 x 25 mm
Fichtenholz auf eine Länge von jeweils sieben Zentimeter zuschneiden. Einfacher ist es,
sie erst nach der Endmontage des Balkon-Sichtschutzes anzuleimen.
Um den Sicht- und Windschutz herzustellen, soll zunächst das Rahmengestell für die
beweglichen Lamellen zusammengesetzt werden. Zwischen die beiden 210 cm langen
Seitenteile - aus 180 x 25 mm Fichte - wird oben das eine 105 cm lange Fichtenholzbrett
plan eingepasst. Man kann hier mit verdeckten Dübeln arbeiten. Wer sich diese Arbeit
nicht machen möchte, kann die Einzelteile auch mit wasserfestem Uhu coll Weißleim
verbinden und nach dem Trockenen des Leims verdübeln.
Von der Oberkante aus gemessen, wird die zweite waagerechte Platte (105 cm lang) im
Abstand von 115,5 cm zwischen die Seitenbretter gesetzt. Unter dieses Brett lässt sich
nun noch eine senkrechte Rückwand aus 135 x 25 mm Fichte bündig einpassen, die hier den
Abstand zwischen der Unterkante des Sichtschutzes und der Deckenplatte des Schrankes
schließt. Beide Holzbretter werden wiederum durch die Seitenteile hindurch verschraubt.
Der Rahmen des beweglichen Sichtschutzes ist jetzt fertig, und man kann damit beginnen,
die sechs Lamellen einzusetzen. Mit einer AEG-Bohrmaschine ist es möglich, die jeweils
sechs Löcher für die Befestigungsschrauben in die beiden waagerechten Platten
einzubohren. Die sechs Lamellen aus 180 x 25 mm Fichtenholz sind jeweils 115,4 cm lang
und müssen oben und unten mittig mit einer Bohrung versehen werden, in die später die
beweglichen Achsen gedreht werden können. Auch diese Arbeit lässt sich mit einer
Bohrmaschine von AEG gut bewerkstelligen. Die so vorbereiteten Sichtschutzbretter
können nun schon einmal probehalber mit den entsprechenden Kunststoffscheiben
(10 mm dick) und 80 mm langen Holzschrauben montiert werden, um die Passgenauigkeit
der Einzelteile zu überprüfen.
Um aber alle Holzflächen auch vollflächig mit umweltschonender Lasur schützen zu können,
müssen die beweglichen Lamellen wieder demontiert werden. Vor dem Lasur-Auftrag sollten
die Massivhölzer noch einen Auftrag von Bläueschutzgrund erhalten. Dieser Werkstoff
zieht tief in die Hölzer ein und schützt sie vor Bläue und Braunfäule sowie
Insektenbefall. Wasserhaltige Capacryl-Dickschicht-Lasur eignet sich danach gut für die
Oberflächenbeschichtung des Balkonmöbels, denn der Werkstoff ist wasserabweisend und
UV-beständig. Wichtig ist, dass der untere, innere Teil der Seitenverkleidung nicht
mitlasiert wird, denn heir wird noch der untere Schrank eingeleimt. Nach dem Lasieren
lassen sich die Streichwerkzeuge mühelos unter fließendem Wasser reinigen.
Bevor der Schrank mit deckendem Lack gestrichen wird, sollten zuvor die Spanplatten mit
wasserhaltigem Capacryl-Holzgrund vorbehandelt werden, um braunfärbende
Holzinhaltsstoffe zu isolieren. Ist der Holzgrund trocken, kann man ebenfalls
umweltschonenden, wasserhaltigen Capacryl-Lack auftragen, der glanzstabil und
bestmöglich lichtecht ist. Der versprödungsfreie Werkstoff ist in vielen
unterschiedlichen Farbtönen seidenmatt und hochglänzend erhältlich.
Sind alle beschichteten Oberflächen trocken, kann man den Sichtschutz-Aufsatz mit dem
Unterschrank verleimen, und zwar so, dass die 210 cm langen Seitenteile des Aufsatzes
unter dem Schrank circa sieben Zentimeter überstehen. Sie bilden hier die hinteren Füße
des Balkonmöbels. An der Vorderkante des Schrankes lassen sich jetzt die schon
zugeschnittenen drei Holzklötze mit wasserfestem Uhu coll Weißleim ansetzen. Lamellen,
Tür und Tischplatte können nun wieder montiert werden. Der Balkon-Raumteiler ist damit
fertiggestellt, und man kann ihn an der gewünschten Stelle auf dem Balkon platzieren.
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Anzahl |
Bezeichnung |
Maße |
Material |
2 Stück |
Seitenteile |
210,0 cm lang |
180 x 25 mm Fichte |
2 Stück |
Querstücke |
105,0 cm lang |
180 x 25 mm Fichte |
6 Stück |
Lamellen |
115,4 cm lang |
180 x 25 mm Fichte |
3 Stück |
Schmale Rückwand |
105,0 cm lang |
135 x 25 mm Fichte |
3 Stück |
Füße |
7,0 cm lang |
70 x 25 mm Fichte |
1 Stück |
Tischplatte |
105,0 x 35,6 cm |
16 mm wasserfest verleimtes Sperrholz |
2 Stück |
Seitenteile |
65,4 x 35,6 cm |
16 mm Sperrholz |
1 Stück |
Boden |
101,8 x 34,0 cm |
16 mm Sperrholz |
1 Stück |
Einlegeboden |
50,1 x 30,0 cm |
16 mm Sperrholz |
1 Stück |
Rückwand |
105,0 x 67,0 cm |
16 mm Sperrholz |
1 Stück |
Trennwand |
63,8 x 34,0 cm |
16 mm Sperrholz |
2 Stück |
Tür, Tischplatte |
65,1 x 50,7 cm |
16 mm Sperrholz |
2 Stück |
Tischstützen |
30,0 x 40,0 cm |
16 mm Sperrholz |
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