Lasten befestigen an wärmegedämmten Fassaden

Eine Wärmedämmung auf der Fassade anbringen, ist sicherlich kein Hexenwerk mehr. Die Industrie stellt alle einschlägigen Komponenten zur Verfügung, insbesondere Platten aus Polystyrol ("Styropor"), aus Hartschaum oder aus Mineralfasern. So gut die Wärmedämmung ist, die Platten und Matten haben einen Nachteil - sie können keine Lasten "abtragen". Selbst das Anbringen eines Bewegungsmelders ist nicht möglich, geschweige denn die Verankerung einer Markise, weil sich die Schrauben in das weiche Material "reinziehen" würden.

Die Unternehmen haben aber Verfahren und sog. Druckunterlagen entwickelt, um auch schwere Lasten an solchen wärmegedämmten Fassaden anzubringen. Wichtig ist allerdings, daß die Montage dieser Druckunterlagen erfolgt,
 b  e  v  o  r   die Dämmung armiert und verputzt ist.

Beginnen wir zunächst mit den "Leichtgewichten", nämlich mit Hausnummern, Bewegungsmeldern oder Außenfühlern der Zentralheizung. Hier sind Montageteller oder -scheiben im Handel, die wie folgt angebracht werden (Beispiel "StoFix Rondell" aus dem Hause Sto):



 

Mit einem Senkfräser werden genau auf die Tellergröße passende, 10 mm tiefe Rundlöcher in das Dämmaterial gefräst.



 

Die Scheibe wird mit Kleber in dem ausgefrästen Rundloch befestigt.



 

Nun können die "Leichtgewichte", beispielsweise ein Bewegungsmelder, montiert werden.

Größere Gewichte oder gar Schwerlasten werden derart befestigt, daß in die Dämmschicht eine quadratische oder rechteckige Montageplatte eingelassen wird. Die Firma Sto bietet hier den "StoFix Quader ND Mini" im Format 98 x 98 mm oder den Quader Midi im Format 98 x 138 mm an. Beide sind aus EPS-Hartschaum gefertigt und haben bei einer Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/m K die angenehme Wirkung, die Wärmedämmung nicht zu unterbrechen. Geeignet sind diese Platten für die Anbringung von Rohrschellen, Außenspiegeln und dergleichen.

Der "StoFix Quader HD Maxi" aus PU-Hartschaum kann als Druckunterlage für Schwerstbelastungen eingesetzt werden - das sind Geländer, Blumenkästen oder beispielsweise Markisen. Diese müssen allerdings mittels Mauerankern in der tragenden Steinwand verankert werden, die Druckunterlage ist also "nur" das Zwischenstück zwischen Mauer und Putz. Das Einarbeiten dieser Montageplatten ist sehr einfach durchzuführen:



 

Der Quader wird auf die (unverputzte) Dämmplatte gelegt, die Konturen werden exakt abgezeichnet.



 

Mit einem scharfen Messer wird die Dämmplatte entlang der Kontur ausgeschnitten.



 

Die Montageplatte (in diesem Fall der StoFix-Quader) wird mit dem vorhandenen Kleber am Mauerwerk befestigt.



 

Die Fugen werden anschließend ausgeschäumt.



 

Danach wird das Armierungsgewebe und anschließend der Putz aufgebracht.




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