Zum Balkon- oder Hinterhofgärtner können Sie auch mitten in der Stadt werden. Reiche Blumenfreuden blühen Ihnen aber nur dann, wenn Sie die Pflanzen passend zur Umwelt auswählen.
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Günstige Pflanzzeit
Ab April nur Kübelpflanzen, die etwas Frost vertragen, zum Beispiel Oleander, ab Mitte bis Ende April (bei Nachtfrösten später) alle übrigen Balkon- und Kübelpflanzen.
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Standort
Die meisten Balkon- und Kübelpflanzen verlangen viel Sonne: Geranien, Mittagsblumen, Verbenen, Blaues Gänseblümchen, Engelstrompeten, Oleander, Wandelröschen, Strauchmargeriten, Zitrusbäumchen, Solarnu, Cassia und viele andere. Lichten Schatten mögen Knollenbegonien, Fleißige Lieschen und Fuchsien.
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Pflanzvorbereitung
Alle Kästen, Töpfe und Kübel reinigen. Darauf achten, daß sich Löcher am Boden befinden; mit Tonscherben abdecken, damit sie nicht verstopfen und überschüssiges Gießwasser gut ablaufen kann. Zwei Zentimeter Kies oder Sand als Dränageschicht einfüllen, dann gute Pflanzerde, vermischt mit langsam wirkendem Vorratsdünger, zum Beispiel Hornspänen.
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Pflanzen
Erst wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind. Einen trüben Tag wählen. Wurzelballen aus dem Topf lösen und die Pflanzen in das Gefäß setzen. Nicht tiefer setzen, als die Pflanze vorher im Topf gepflanzt war! Nicht zu dicht pflanzen – Entwicklungsspielraum einplanen. Gewächse mit langen Ranken an den vorderen Kasten- oder Kübelrand setzen. Kräftig angießen und nie austrocknen lassen. Stellen Sie Kästen und Kübel zuerst zwei Tage etwas schattig, dann erst an den endgültigen Platz. Flüssigdünger frühestens vier Wochen nach der Pflanzung geben.
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Sommerpflege
Regelmäßig und reichlich gießen, bei großer Hitze morgens und abends. Der Oleander z.B. liebt ein Fußbad im Untersetzer. Etwa alle zwei Wochen Dünger ins Gießwasser rühren, zum Beispiel phosphorreichen Guano. Verwelkte Blüten und Blätter regelmäßig entfernen; keine Samenstände dulden. Ende August/Anfang September die Düngung einstellen, Ruhezeit vorbereiten.
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Überwinterung
Die meisten Balkon- und Kübelpflanzen sind mehrjährig. Bis spätestens Ende Oktober/Anfang November ins Haus bringen. Auf jeden Fall vor dem ersten Frost. Große Pflanzen etwas zurückschneiden. Bestes Winterquartier: ein heller Raum, der kühl aber frostfrei ist, zum Beispiel Waschküche, Treppenhaus, Flur, ungeheiztes Schlafzimmer oder Gästezimmer. Ideal sind Wintergarten oder frostfreies Gewächshaus. Wenig gießen, aber Wurzelballen nicht austrocknen lassen. Engelstrompeten notfalls kräftig zurückschneiden; sie halten auch im kühlen, dunklen Keller durch. Ab Februar/März Kübel- und Balkonpflanzen zurückschneiden, bei Bedarf in neue Erde und größere Töpfe setzen. Hell und warm antreiben. Langsam mehr gießen.
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Bio-Tip
Schädlinge sind oft Zeichen für Kulturfehler, an einem zu warmen Winterstandort bekommt der Oleander Schildläuse. Blattläuse und Weiße Fliegen suchen Geranien heim, Spinnmilben schädigen die Blätter der Engelstrompeten. Zuerst die Ursache des Übels beseitigen; Kulturbedingungen verbessern. Schildläuse zerdrücken, Blattläuse abspritzen, gegen Weiße Fliegen Gelbtafeln aufhängen, milbenverseuchten Blätter entfernen. An der frischen Luft verschwinden die Plagegeister meist wieder.
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