Massivholzdielenboden einbauen, |
![]() |
|
|
|
Konstruktionsprinzip eines Dielenbodens |
||
1 Massivholzdielen | ||
2 Lagerholz | ||
3 Hohlraumdämmung | ||
4 Trittschalldämmstreifen | ||
5 Feuchtigkeitssperre | ||
6 Stahlbetondecke | ||
![]() |
Auf frischen Massivdecken und Bodenplatten über Erdreich muss eine Feuchtigkeitssperre verlegt werden, um das Holz und den weiteren Fußbodenaufbau vor der Aufnahme von Feuchtigkeit aus dem Rohboden zu schützen. Hierfür eignen sich Bitumenbahnen und PE-Folien, wie sie im Handel auch als Dampfsperren oder Dampfbremsen angeboten werden. Die Folien sollten mindestens 0,2 mm dick sein und werden seitlich an den aufgehenden Wänden bis zur späteren Oberkante des fertigen Fußbodens hochgeführt. Zur Arbeitserleichterung kann man die Ränder provisorisch festtackern oder, wenn die Wandfarbe es zu lässt, mit Klebestreifen festkleben. |
3. Einbringen der Hohlraumdämmung | ||
![]() |
Zur Reduzierung des Raumschalls wird der Hohlraum zwischen den Lagerhölzern unter den Dielen mit einem losen Dämmmateriel vollständig ausgefüllt. Bei der Verwendung von Dämmung in Form von Platten oder Matten werden die Hölzer sinnvollerweise mit einem lichten Abstand verlegt, der dem Maß der Hohlraumdämmung entspricht (z.B. 50 cm). Die Anpassung an das Raummaß erfolgt dann entweder nur in einem oder in den beiden Randfeldern. |
|
|
Hinweis: Dielen aus normaler Hobelware müssen vor dem Verlegen mindestens 14 Tage in den beheizten Räumen gelagert werden, damit sich ihr Feuchtegehalt dem Raumklima anpassen kann. Nach der Entfernung der Verpackungsfolie sollten die Bretter möglichst luftumspült, z.B. auf Leistchen gestapelt werden. Um ein Verwinden der Bretter zu vermeiden, können sie an den Enden und in der Mitte mit einem Kreppband zusammengebunden werden. Beim Lagern im Stapel, also ohne Leisten, dauert das Austrocknen natürlich wesentlich länger (mindestens doppelt so lange!). |
||
Einbau der Fußbodendielen | ||
| ||
![]() |
Das erste Brett wird mit der Nut zur Wand von oben so befestigt, dass die Abschlussleiste die Nägel- oder Schraubenköpfe später verdeckt. Der Randabstand zur Wand beträgt umlaufend 10 - 15 mm. Der Abstand wird während der Arbeiten mit Keilen fixiert, die vor dem Anbringen der Fussleisten wieder entfernt werden. |
|
|
Die Befestigung erfolgt am einfachsten mit dem Akku-Schrauber und sogenannten Schnellbauschrauben (Ø 3,5 - 4,5 mm, Länge etwa 3-fache Dielendicke). |
||
7. Einpassen der letzten Dielenreihe | ||
![]() |
Das letzte Brett wird passend zugeschnitten (Auf den Abstand zur Wand achten!), mit dem Zug- oder einem Nageleisen über die Feder geschoben und - wie das erste Brett - an der Wandseite von oben befestigt. |
|
|
Bei endbehandelten Dielen ist der neue Fußboden nach dem Verlegen bis auf das Anbringen der Fußleisten fertig. Für unbehandelte Dielen sind weitere Arbeitsschritte erforderlich: |
||
9. Oberflächenbehandlung | ||
![]() |
Nach dem Feinschliff kann der Boden auf sehr unterschiedliche Weise geschützt werden. Einen warmen, natürlichen Ton bekommt die Oberfläche durch Wachsen oder Ölen. Pflegeleichter ist eine Versiegelung der Dielen mit einem geeigneten Lack. Wegen der Gefahr der Kantenverklebung dürfen dabei nur speziell für Dielenböden geeignete Siegel verwendet werden. Besondere Möglichkeiten der Gestaltung bietet das Einfärben der Oberfläche vor dem Versiegeln. Es bedarf bei dieser Arbeit jedoch einiger Erfahrung, um eine gleichmäßige Oberfläche ohne Farbansätze zu erhalten. |
|
|
Achtung: Bei der Verarbeitung von Siegeln mit Lösemitteln die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten. |
||
10. Anbringen der Fußleisten | ||
![]() |
Der Handwerker nagelt die Leisten häufig mit Stahlstiften direkt in das Mauerwerk. Es empfiehlt sich jedoch, Dübel und Schrauben oder besondere Leisten mit Halterungen zum Anclipsen zu verwenden, um z.B. bei Renovierungsarbeiten die Leisten ohne Beschädigung wieder abnehmen zu können. Die Leisten werden mit der Feinsäge und einer Gehrungslade oder einer speziellen Gehrungssäge exakt abgelängt und in den Raumecken im 45°-Winkel (auf Gehrung) gestoßen. Mit Profilleistensystemen lassen sich auch sehr bequem Elektroleitungen und Heizungsrohre verstecken. |
|
![]() ![]() |
© pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach, Tel. 02161-9936-0 |