Haus ohne Eigenkapital - geht das?

Nun, das ist unter bestimmten Voraussetzungen und nur in den neuen Bundesländern möglich, weil es dort noch relativ preiswerten Grund und Boden gibt (wenn auch nicht überall). Der legale Trick besteht darin, die staatliche Eigenheimzulage vorzukapitalisieren. Ansonsten wird Eigenleistung ("Muskelhypothek") mit in die Finanzierung einbezogen. Ein bekannter Hersteller von Ausbauhäusern hat das nachfolgende Beispiel berechnet. Er verweist jedoch darauf, daß die Banken nur dann mitspielen, wenn der "bargeldlose" Käufer eine Bonitätsprüfung übersteht. Dabei kommt es vor allem auf den sicheren Arbeitsplatz an.

Finanzierungsbeispiel:
Grundstück ca.500 m² (voll erschlossen) 32.250 €
Erwerbskosten (Notar/ Grundbuchgebühren/ GESt.) 2.440 €
Beispielhaus (109 m² Wfl.)
Rohbau inkl. aller Ausbaupakete

76.600 €
Bodenplatte 10.000 €
Ausbau - Eigenleistunganteil 25.000 €
Außenanlagen 7.500 €
Anschlußkosten 6.000 €
Sonstiges (Behördenleistungen, Architektenkosten, Versicherungen...) 4.000 €

Gesamtkosten

163.790 €
abzügl. Eigenkapital (vorkapitalisierte Eigenheimzulage, 1.-8. Jahr) 14.250 €
abzügl. Eigenleistung 30.000 €

Eigenmittel gesamt:

ca. 44.250 €
zu finanzierendes Baudarlehen 119.540 €
z.B. Diba - Deutsche Direktbank Frankfurt
  • nominal 5,9 % Zins, effektiv 6,07 %, 10 Jahre
    Festschreibung / 1 % Tilgung ohne Landesfördermittel
Brutto 684,23 €
  • abzüglich Landesfördermittel (unter Berücksichtigung
    der Einkommensgrenzen) verringert sich der monatliche Abtrag um: z.B. 4-Personen-Haushalt im 1. Jahr
241,50 €
  • entspricht monatlich:
Netto 442,73 €

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