Wer hätte nicht gerne Igel im eigenen Garten, schließlich sind sie nicht nur putzig anzusehen sondern auch nützliche Helfer. Die dämmerungs- und nachtaktiven insektenfressenden Säugetiere stehen in einigen europäischen Ländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. In Deutschland ist der Igel ganzjährig durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Circa 500.000 Igel werden pro Jahr in Deutschland überfahren. Hinzu kommt, dass die Tiere durch Agrarwüsten und Monokulturen keine Nahrung und keinen Unterschlupf mehr finden. Dadurch ziehen sie sich in den menschlichen Bereich zurück - z.B. in Gärten, Parks und begrünte Randbereiche. Aber auch dort finden sie aufgrund der Aufräumwut vieler Gärtner keine Nistgelegenheiten in Hecken oder Gebüsch mehr. Mit unserem katzensicheren Igelunterschlupf geben Sie den Igeln eine Nistgelegenheit zurück.
Anleitung:
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Hier noch einige Informationen über Igel und ihre Haltung:
Nahrung
Die Hauptnahrung der Igel sind die Larven von Nachtschmetterlingen, Regenwürmer und Laufkäfer. Ohrwürmer sind eine besondere Delikatesse, während ihnen Asseln nicht besonders gut schmecken. Sie fressen außerdem auch Schnecken, Hundert- und Tausendfüßer, Spinnen und sonstige Insekten. Pflanzliche Nahrung nehmen Igel nur zufällig auf, etwa wenn an einem Regenwurm noch etwas Gras haftet. Sie fressen kein Obst und kein Gemüse!
So sieht ein igelfreundlicher Garten aus:
Sie benötigen einen Durchgang zu anderen Gärten, da sie große Gebiete auf der Nahrungssuche durchstreifen. Als Umzäunung gut geeignet sind Hecken und Lattenzäune. In grobmaschigem Draht können sich Igel verfangen ebenso sollten Drahtzäune nicht bis auf den Boden reichen. Auch Stütz- und Gartenmauern sollten Durchschlüpfe erhalten.
Kein Einsatz von Gift!
Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichter töten Insekten, Igel finden dann keine Nahrung. Sollten "Schädlinge" überhand nehmen, nur mit ökologisch verträglichen Mitteln bekämpfen.
Kein Kunstdünger!
Komposterde, Rindenmulch, Gesteinsmehl und ähnliche natürliche Dünger erfüllen den gleichen Zweck und schaden keinem Tier.
Nur einen Teil des Gartens mähen!
Auf kurzgeschorenem Rasen finden Igel Insekten und vor allem Regenwürmer. Blühende und aussamende Gräser und Blumen sind nicht nur für Insekten wichtig. Deshalb sollte an den Gartenrändern, unter Gebüsch und Hecken am besten gar nicht, jedoch höchstens zweimal im Jahr - nach genauer Inspektion! - gemäht werden.
Nur einheimische Stauden und Gehölze pflanzen!
Sie sind nicht nur unseren Böden und unserem Klima besser angepasst als exotische Pflanzen, sondern bilden auch die Lebensgrundlage für vielerlei Insekten, für Vögel und für Kleinsäuger wie den Igel. Exotische Pflanzen sind steril, ohne Nutzen für unsere einheimische Tierwelt.
Vorhandene Unterschlüpfe belassen!
Als Unterschlüpfe bevorzugen Igel dichte Hecken, Gebüsche, Reisig-, Laub- und Komposthaufen, Hohlräume unter Holzstapeln, Gartenhäuschen, Schuppen, Treppen, Steinhaufen und alten Baumwurzeln. Entdeckt man bei Gartenarbeiten ein Igelnest - womöglich mit Jungen darin - muß es umgehend wieder abgedeckt und vor weiteren Störungen geschützt werden (Hunde sollten fernhalten werden!).
Wasserstellen einrichten!
Ein kleiner Gartenteich mit flach auslaufendem Uferbereich rettet besonders in trockenen Sommern Igel vor dem Verdursten. Flache, standfeste Schalen, die täglich mit frischem Wasser versehen werden, erfüllen diesen Zweck aber ebenso. Im Frühjahr und Herbst sollte zugefüttert werden!
Durch die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle in den nahrungsarmen Jahreszeiten erübrigt es sich oft, untergewichtige Igel in menschliche Obhut zu nehmen. Für den Futtertelller eignen sich z.B. Hundefeuchtfutter, mit Igeltrockenfutter vermischtes Katzendosenfutter oder ungewürztes Rührei. Damit das Futter vor Vögeln, aber auch vor Regen geschützt ist, stellt man es abends in ein Kistchen, welches mit mindestens zwei 10 x 10 cm kleinen Einschlupflöchern versehen ist. Muss das Futter zusätzlich noch vor Katzen geschützt werden, empfiehlt sich der Bau eines Futterhauses mit verwinkeltem Eingang (siehe Bauanleitung). Futterreste müssen morgens unbedingt beseitigt und die Schüsseln heiß gespült werden.
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